31. Dez 2011

Da ging es plötzlich schneller als gedacht. Fast 7 Wochen zu früh kam meine kleine Tochter Nele am 24.10.2011 mit einer Größe von 42cm und einem Gewicht von 1830g zur Welt. Mittlerweile hat sie gut aufgeholt und kann schon Größe 50 tragen
24. Sep 2011
Im Smashing Magazine gibt es einen tollen Artikel zur Geschichte der Berliner Streetart-Szene seit den späten 70ern feat. Alias, Tower, Mein lieber Prost & Linda’s Ex. Sehr cool!
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17. Sep 2011
Nur noch 11 Wochen bis zum großen Tag! Das Kinderzimmer ist endlich so halbwegs fertig eingerichtet und gestern konnte ich mal wieder nicht an 1 Million süßer Pullover und Oberteile vorbeigehen. Nun ja, ist die Kleine wenigstens immer abwechslungsreich angezogen



05. Sep 2011
Der letzte Tag unseres Urlaubs ist angebrochen. Mit einer Träne im Knopfloch machten wir uns auf den Weg zu unserer heutigen ersten Station, dem Trollbaum bei Torpa. Früher gingen die Menschen dort hin, weil die magischen Kräfte des Baum angeblich Zahnschmerzen heilen konnten. Uns tat zwar nichts weh, aber wir waren dennoch gespannt auf den sagenumwobenen Baum mit seinen interessanten Strukturen. Nun – dezent ernüchtert waren wir dann schon, denn fast hätten wir ihn übersehen. Er steht eher unscheinbar im Wald und ist recht dünn und komplett kahl (wir hatten beim Begriff „Trollbaum“ natürlich einen massiven wuchernden mystischen Riesenbaum erwartet). Aber die Strukturen des Stamms waren dann doch ein kleines bisschen spannend.
Dann fuhren wir weiter zu Annas Kuriosa in Hamneda, einem riesiger Antik- und Trödelmarkt mit Kultstatus. Wirklich beeindruckend, was die gute Dame da alles gesammelt hat. Es gibt 5 große Häuser voller Antik-Möbel und allerhand Kleinkram zu begutachten (und zu kaufen natürlich). Darunter auch ein paar echte Prachtstücke, wie z.b. eine Couch samt Stühlen mit tollem blauem Ornamentbezug und handbemalte große Schränke und Truhen. Da wir aber leider ausnahmsweise mal keinen Lieferwagen dabei hatten und auch mittlerweile knapp bei Kasse waren, konnten wir uns nur ein paar alte Blechdosen leisten.



Nächster Halt: Älmhult, die Wiege IKEAs. Hier entwickelte Ingvar Kamprad seine ersten IKEA-Möbel und feierte damit weltweit Erfolge. Eine aktuelle Ausstellung zeigt die Geschichte IKEAs seit den 50 Jahren, mit vielen alten Katalogen und Möbeln – der Wahnsinn! Für mich als Retro-Fan waren die Einrichtungen aus den späten 50ern und 60ern der absolute Knaller. Würd ich sofort alles kaufen und mir genau so hinstellen. Ich bitte hiermit offiziell und ausdrücklich um eine IKEA Vintage-Kollektion!







Auch Schweden scheint uns nachzuweinen, denn es regnete den ganzen Tag in Strömen. Wir machten uns auf den Weg zur letzten Station für heute: dem Autofriedhof in Ryd. Juhu, mal wieder keine Beschilderung! Nach langer Suche und der Befragung einiger Ureinwohner fanden wir ihn dann aber gottseidank doch noch. Auf dem Parkplatz stand nur ein weiteres Auto: ein VW-Bus aus Berlin. Ha, Artgenossen! Ein eindeutiger Beweis dafür, dass Berliner die Coolsten sind (neulich die zugehörige Facebook-Gruppe „Ich komme aus Berlin, ich bin automatisch cooler als du“ entdeckt, haha!). Doch nun zum Friedhof: Absolut krass und einmalig! Da liegen tatsächlich mehrere hundert zum Teil bestimmt 60 Jahre alte Autos und rosten im Wald vor sich hin. Der absolute Nostalgie-Flash. Ich knipste bestimmt eine Stunde lang Fotos, bis ich dann mit beiden Schuhen wadentief im aufweichenden Wald versank und den Rückzug antrat.





Unsere heutige Unterkunft befindet sich in Vånga und ist ausnahmsweise mal sehr schick eingerichtet. Die Ausstattung ist sehr gut, die Vermieter sehr freundlich und die Preise gehen gerade noch so: 250 SEK pro Person im Doppelzimmer.
Morgen geht es dann nach Malmö über die Öresundbrücke, durch Dänemark und dann zurück in die Heimat. Bin ich gespannt, was die Katzen sagen! Hoffentlich sind sie nicht allzu sauer, dass wir sie so lange in fremde Hände gegeben haben.
04. Sep 2011
Was für ein Erlebnis! Die Bootstour zu den Schären war trotz sehr starkem Wind und eher mittelmäßigem Wetter megaspannend.



Wir wurden richtig schön durchgeschüttelt und nassgespritzt, bestiegen unterwegs eine Schäre (ob es dort Bären gibt? Die dortigen Heidel- und Brombeersträucher, von denen die Insel komplett überwuchert war, waren seltsam „abgegrast“) und kamen nach 2 Stunden als begossene Pudel zurück an Land. Nach dem wir uns trockene Klamotten angezogen hatten, fuhren wir bei tollstem Wetter die Berg- und Tal-Schlängelstraße durch Småland, vorbei an Astrid Lindgrens Welt in Vinnerby bis nach Eksjö.



Dort schlenderten wir noch ein wenig durch die wunderschöne Altstadt mit den engen Gässchen und dicht aneinander gereihten kleinen Holzhäuschen und suchten dann unsere heutige Herberge auf: Eksjö Camping direkt am See. Bis auf die Duschen (man muss alle 5 Sekunden den Buzzer drücken, damit das Wasser weiterläuft) gefällt mir der Campingplatz inkl. unserem Häuschen sehr gut. Alles sauber, Kühlschrank & Geschirr im Haus, 2 Betten für 150 SEK pro Person/Nacht. Plan für morgen: möglichst weit Richtung Heimat kommen.
Was mir im Übrigen sehr positiv hier in Schweden aufgefallen ist: Wenn man in eine der wirklich überall befindlichen Pizzerien geht, bekommt man immer eine frisch selbst zubereitete und zudem sehr große und extrem leckere Pizza serviert. In Deutschland wird an solchen „Imbissen“ ja meist nur Fertigzeug in die Mikrowelle gesteckt.
03. Sep 2011
Heute morgen aufgebrochen zum direkt neben unserer Herberge liegenden Herrenhaus Stora Djulö (Herrgard), einem Gutshof mit Garten aus dem 18. Jahrhundert direkt am Ufer des Djulösjön-Sees. Alles an allem jedoch nicht so spektakulär wie erwartet. Dann sind wir noch ein Stück weiter zum Gatstuberg gefahren, um den sich viele Sagen und Mythen ranken (so soll dort zum Beispiel ein Troll hausen).
Natürlich kletterten wir auch hinauf und genossen die Aussicht vom Berg. Den Troll haben wir leider nicht gesehen, aber er hat sich sicherlich nur versteckt.
Da wir heute noch ein ordentliches Stück Wegstrecke abhaken wollten, fuhren wir dann gleich weiter durch die Seenlandschaft in Södermannsland bis nach Finspång. Dort bekamen wir plötzlich Lust auf Meer (und Schären) und fuhren dann direkt an die Ostküste. Auf dem Weg machten wir kurz in Söderköping halt, um uns den Ramunderberg (auf dem der Sage nach der Riese Ramunder lebt), einen 73m hohen, fast senkrechten Steilfelsen am Götakanal anzuschauen. Von oben hat man einen tollen Blick über Söderköping und die üppige Vegetation auf dem Berg ist überwältigend – ein Aufstieg lohnt sich also in jedem Falle!



Da wir direkt an der Küste übernachten wollten, fuhren wir dann noch ein Stück weiter bis nach Tyrislöt, das laut Reiseführer eine „Schärenlandschaft wie im Bilderbuch“ beherbergt. Jetzt sitzen wir hier in unserer Mini-Hütte (es passen gerade so 2 Betten rein) und hören hinter uns das Meer rauschen. Morgen früh vor der Abreise wollen wir uns dann noch ein Boot mieten und ein bisschen die Schären erkunden, dann soll es weitergehen zur Holzstadt Eksjö in Småland.
02. Sep 2011
Der lautstarke Zimmernachbar in unserer Herberge weckte uns gegen 7, weswegen wir schon recht früh aufbrachen, um uns Avesta anzuschauen. Zuerst fuhren wir ins Koppardalen (Kupfertal) im Norden der Stadt. Dort kann man ein Eisenwerk („Verket“) besichtigen, in welchem momentan eine einmalige Ausstellung (Avesta Art 2011) stattfindet. Bereits 9 mal fand die Avesta Art seit 1995 statt und zeigte in dieser Zeit bereits Arbeiten von 141 Künstlern. Einige der Werke aus älteren Ausstellungen sind noch immer zu sehen.



Das diesjährige Thema der Avesta Art ist „Enchanted“, inspiriert von den Erfahrungen viele Besucher, die von der Magie und Mystik der alten Eisenwerke fasziniert waren. Inmitten der alten Fabrikhallen mit Schienen, Metallwagen, Werkzeugen und riesigen Hochöfen werden die Kunstwerke präsentiert – wodurch sich die Grenze zwischen Industrie und zeitgenössischer Kunst beinahe auflöste. Die Künstler der diesjährigen Avesta Art greifen das Jahresthema mit verschiedenen Medien/Materialien auf, wodurch ein spannender Mix aus Fotografien, Malereien, Skulpturen aus Wachs, Metall und Glas entstanden ist.



Weitere Highlights in Avesta:
Döda Fallen („die toten Wasserfälle“) und eine Kirche mit tollem blaugrünem Dach. Dann machten wir uns auf zu unserer nächsten Station auf dem Weg Richtung Heimat:
Katrineholm, der “Lustgarten Schwedens”. Diese Bezeichnung stammt aus Selma Lagerlöfs Kinderbuch-Klassiker „Nils Holgersson“. Im Park des Gutshofs Stora Djulö an der Küste zum See Djulösjön (den wir morgen besuchen werden), lässt sich der Däumling von der Schönheit der Landschaft verzaubern und prägt dabei den Ausdruck „der schöne Lustgarten“. Heute haben wir bereits das Barockschloss Ericsberg besichtigt, eines der größten Güter des Landes. Da das Schloss in Privatbesitz ist, kann man es jedoch nur von außen anschauen. Geöffnet ist hingegen jedoch der sehenswerte Schlosspark.



Unsere Herberge besteht aus mehreren typisch roten Holzhäusern inmitten üppiger Natur. Von außen macht das Ganze einen super Eindruck, von innen ist es nicht ganz so perfekt. Die Duschen sind in sehr engen Kabinen untergebracht und da es keinen Duschvorhang gibt ist die Kabine dann fast komplett überflutet. Die Küche zwar sehr gut ausgestattet, aber dafür auch ziemlich verkeimt. Preis: 220 SEK pro Person im Doppelzimmer.