Reisetagebuch Schweden: Die abenteuerliche Reise zur Silbergrube und eine wunderbare Reise in die Vergangenheit
Sind am frühen Morgen aus der miefigen Herberge geflüchtet und begaben uns auf den Weg zur Silbergrube, einem von Felsen umrandeten kobaltblauen See. Unser Navi kannte mal wieder keinen der umliegenden Orte und so fuhren wir 1,5 Stunden durch die Umgebung der Grube, von der wir nur eine grobe Karte hatten. Nirgends fanden wir ein Hinweisschild und da ich immer hungriger wurde und die Hormone ihr Übriges taten, war ich bald ein nerviges, grummelndes Wrack und wir brachen die Suche kurzerhand ab.
Plan B: Das Touristenbüro in Säter. Mit unzähligen neuen Karten ausgestattet (und einem zum bersten gefüllten Magen vom lecker Lunch-Buffet), schauten wir uns dann zunächst das Säter’ Heimatmuseum Ã…sgÃ¥rdarna, eine kleine sehr gut erhaltene Siedlung mit 23 Gebäuden und 6300 Gegenständen aus dem 17. Jahrhundert an. Besonders überwältigt waren wir von den Wohnräumen, die komplett mit Dala-Malereien verziert waren. Auch witzig: Damals haben die Menschen im Sitzen geschlafen, weil sie dachten dass im Liegen das Blut in den Kopf läuft und sie daran sterben. Deshalb sind die Betten auch so klein.

Dann ging es endlich weiter zur Silbergrube (Öster Silvbergs gruva), die wir diesmal auf Anhieb fanden und beherzt auf unsere digitale Kamera bannten.


Schlussendlich fuhren wir dann in unsere neue Unterkunft in Avesta – heute mal wieder sehr schön und zu dem günstig: nur 180 SEK pro Person im Doppelzimmer, Waschraum, Internet, Küche – alles da. Haben sogar WLAN direkt auf dem Zimmer – ein absolutes Novum. Daher für mehrere Stunden Facebook traktiert und Kontakte in die Heimat aufleben lassen. Nur mäßiger Neid über unseren tollen Urlaub. Die sind alle doof.
09/2011 · Stichwörter: Reisetagebuch, Schweden



