Reisetagebuch Schweden: Moderne Kunst in einem alten Eisenwerk und die Reise zum Lustgarten Schwedens
Der lautstarke Zimmernachbar in unserer Herberge weckte uns gegen 7, weswegen wir schon recht früh aufbrachen, um uns Avesta anzuschauen. Zuerst fuhren wir ins Koppardalen (Kupfertal) im Norden der Stadt. Dort kann man ein Eisenwerk („Verket“) besichtigen, in welchem momentan eine einmalige Ausstellung (Avesta Art 2011) stattfindet. Bereits 9 mal fand die Avesta Art seit 1995 statt und zeigte in dieser Zeit bereits Arbeiten von 141 Künstlern. Einige der Werke aus älteren Ausstellungen sind noch immer zu sehen.
Das diesjährige Thema der Avesta Art ist „Enchanted“, inspiriert von den Erfahrungen viele Besucher, die von der Magie und Mystik der alten Eisenwerke fasziniert waren. Inmitten der alten Fabrikhallen mit Schienen, Metallwagen, Werkzeugen und riesigen Hochöfen werden die Kunstwerke präsentiert – wodurch sich die Grenze zwischen Industrie und zeitgenössischer Kunst beinahe auflöste. Die Künstler der diesjährigen Avesta Art greifen das Jahresthema mit verschiedenen Medien/Materialien auf, wodurch ein spannender Mix aus Fotografien, Malereien, Skulpturen aus Wachs, Metall und Glas entstanden ist.
Weitere Highlights in Avesta:
Döda Fallen („die toten Wasserfälle“) und eine Kirche mit tollem blaugrünem Dach. Dann machten wir uns auf zu unserer nächsten Station auf dem Weg Richtung Heimat:
Katrineholm, der “Lustgarten Schwedens”. Diese Bezeichnung stammt aus Selma Lagerlöfs Kinderbuch-Klassiker „Nils Holgersson“. Im Park des Gutshofs Stora Djulö an der Küste zum See Djulösjön (den wir morgen besuchen werden), lässt sich der Däumling von der Schönheit der Landschaft verzaubern und prägt dabei den Ausdruck „der schöne Lustgarten“. Heute haben wir bereits das Barockschloss Ericsberg besichtigt, eines der größten Güter des Landes. Da das Schloss in Privatbesitz ist, kann man es jedoch nur von außen anschauen. Geöffnet ist hingegen jedoch der sehenswerte Schlosspark.
Unsere Herberge besteht aus mehreren typisch roten Holzhäusern inmitten üppiger Natur. Von außen macht das Ganze einen super Eindruck, von innen ist es nicht ganz so perfekt. Die Duschen sind in sehr engen Kabinen untergebracht und da es keinen Duschvorhang gibt ist die Kabine dann fast komplett überflutet. Die Küche zwar sehr gut ausgestattet, aber dafür auch ziemlich verkeimt. Preis: 220 SEK pro Person im Doppelzimmer.
09/2011 · Stichwörter: Reisetagebuch, Schweden









